Üb immer Treu und Redlichkeit
Text: Ludwig Christoph Heinrich Hölty (1748-1776) 1775, Melodie: Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) 1791
Liedtext Melodie NotenLiedtext
1. Üb immer Treu und Redlichkeit
bis an dein kühles Grab,
und weiche keinen Finger breit
von Gottes Wegen ab.
2. Dann wirst du, wie auf grünen Au'n,
durchs Pilgerleben gehn;
dann kannst du, sonder Furcht und Graun,
dem Tod ins Auge sehn.
3. Dann wird die Sichel und der Pflug
in deiner Hand so leicht;
dann singest du beim Wasserkrug,
als wär dir Wein gereicht.
4. Dem Bösewicht wird alles schwer,
er tue was er tu;
der Teufel treibt ihn hin und her
und lässt ihm keine Ruh.
5. Der schöne Frühling lacht ihm nicht,
ihm lacht kein Ährenfeld;
er ist auf Lug und Trug erpicht
und wünscht sich nichts als Geld.
6. Der Wind im Hain, das Laub im Baum
saust ihm Entsetzen zu;
er findet nach des Lebens Raum
im Grabe keine Ruh.
7. Drum übe Treu und Redlichkeit
bis an dein kühles Grab,
und weiche keinen Finger breit
von Gottes Wegen ab.
8. Dann suchen Enkel deine Gruft
und weinen Tränen drauf;
und Sonnenblumen, voll von Duft
blüh'n aus den Tränen auf.
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