Ich bin ein junges Weibchen
Freches Volkslied aus dem 18. Jahrhundert; Text und Musik: traditionell, verschiedene Texte und Melodien.
Liedtext Noten/MelodieLiedtext
1.Ich bin ein junges Weibchen
(Ich bin ein jung frisch Weibchen)
und hab ein alten Mann,
schön zart bin ich von Leibchen,
das sieht man mir wohl an.
2. Schneeweiß sind meine Brüste,
mein Mund ist rosenrot,
und wenn das mancher wüsste,
so litt' ich keine Not.
3. Was hilft das Karessieren
wenn man nicht lieben kann
Meine Zeit muss ich verlieren
bei einen alten Mann
4. Ich koch ihm täglich Eier
und Selleriesalat.
Es bleibt die alte Leier
er hat des Liebens satt
(er steht ihm nimmer grad)
5. Wann er schon hat getrunken
den allerbesten Wein,
hat er kein Liebesfunken
in seinem Mark und Bein
6. Drum Mädchen, lasst euch raten,
nehmt keinen alten Mann.
Viel lieber einen jungen,
der euch vergnügen kann
(der's euch besorgen kann)
Weitere Strophen können nach belieben eingefügt werden:
Ich lieg im Bett und schwitze,
doch er, er bleibt eiskalt
Er hat halt keine Hitze,
er ist halt viel zu alt.
Ich lieg im Bett und spiele
an seinem Schneckenhaus.
Er hat halt keine G'fühle:
der Schneck will nicht heraus.
Manchmal hat er den Willen
und stellt sich wie ein Held,
kommt's aber zum Erfüllen,
so ist's gar schlecht bestellt
Er wird darüber böse
und zeigt mir den Verdruss,
gibt mir nur leere Stöße
,die ich belachen muss.
Soll ich die Zeit verbleiben
bei meinem alten Mann?
Wenn er nicht bald tut sterben,
fang ich zu huren an.
Ja, Hörner muss er tragen
zu seinem Spott und Hohn,
wer es mit mir will wagen,
ich zahl den Macherlohn.
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