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Nun komm, der Heiden Heiland

Weihnachtslied nach dem altkirchlichen Hymnus "Veni redemptor gentium" (4 Jhd.)
Melodie und Text: Martin Luther (1483–1546) 1524

Liedtext

1. Nun komm, der Heiden Heiland,
der Jungfrauen Kind erkannt,
dass sich wunder alle Welt,
Gott solch Geburt ihm bestellt.

2. Nicht von Mann's Blut noch von Fleisch,
Allein von dem Heil'gen Geist
Ist Gott's Wort worden ein Mensch
Und blüht ein' Frucht Weibesfleisch.

3. Der Jungfrau Leib schwanger ward,
Doch blieb Keuschheit rein bewahrt,
Leucht't hervor manch' Tugend schön,
Gott da war in seinem Thron.

4. Er ging aus der Kammer sein,
dem königlichen Saal so rein,
Gott von Art und Mensch, ein Held;
sein’ Weg er zu laufen eilt.

5. Sein Lauf kam vom Vater her
und kehrt wieder zum Vater,
fuhr hinunter zu der Höll
und wieder zu Gottes Stuhl.

6. Der du bist dem Vater gleich,
Führ' hinaus den Sieg im Fleisch,
Dass dein' ew'ge Gott'sgewalt
In uns das krank' Fleisch erhalt'.

7. Dein Krippen glänzt hell und klar,
die Nacht gibt ein neu Licht dar.
Dunkel muss nicht kommen drein,
der Glaub bleib immer im Schein.

8. Lob sei Gott dem Vater g'tan;
Lob sei Gott sei’m ein’gen Sohn,
Lob sei Gott dem Heilgen Geist
immer und in Ewigkeit.

Heute werden meist nur noch die Strophen 1, 4, 5, 7 und 8 gesungen.

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Melodie

Siehe auch:

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