Estremoz
Die Stadt liegt am Rand der Gebirgskette Serra de Ossa und war einer der wichtigsten Verteidigungspunkte des Landes gegen die vordringenden Spanier. Seit dem 13. Jahrhundert thront auf einer Höhe von 450 Metern die monumentale Burgfestung mit Zitadelle über Stadt. Sie war einst Lieblingsresidenz portugiesischer Könige. Die Restaurierung verdankt sie der staatlichen Pousada de Rainha Santa Isabel, die in der Burg eingerichtet wurde.
Mit all den Gassen, Gräben, Zugbrücken, Batterien, Toren, manuelinischen Fenstern, Bögen und Winkeln innerhalb der Stadtmauern fühlt man sich in der Oberstadt wie ins Mittelalter versetzt.
Estremoz ist heute ein lebendiges landwirtschaftliches Zentrum mit Märkten und Landwirtschaftsmessen auf dem großen Marktplatz Rossio. Hier findet man auch die bunten Tonfiguren, Bonecos, die für das Kunsthandwerk von Estremoz so typisch sind.
Basisdaten - Sehenswert - Geschichte - Strassenkarte
- Karten - Wetter
| Region: |
Alentejo |
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| Unterregion: |
Alentejo Central |
| Distrikt: |
Évora |
| Gemeinden (13): |
Arcos; Évora Monte; Glória; Santa Maria (Estremoz), Santa Vitória do Ameixial, Santo André (Estremoz), Santo Estêvão, São Bento de Ana Loura, São Bento do Ameixial, São Bento do Cortiço, São Domingos de Ana Loura, São Lourenço de Mamporcão, Veiros
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| Fläche: |
513,82 km² (Kreis) |
| Einwohner (2001): |
15 673 (Kreis); 9 000 (Stadt) |
| Koordinaten: |
38º51'N 7º34'W |
| Schutzpatron: |
Santo André e Santa Maria |
| Höhe: |
443 m |
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| Adresse der Stadtverwaltung: |
Câmara Municipal de Estremoz; Apartado 86; 7100-513 Estremoz |
- Pousada de Rainha Santa Isabel: Die Pousada befindet sich mitten in der Burg von Estremoz. Sie ist das Ergebnis der behutsamen Restaurierung eines prachtvollen gotischen Palastes, den König Diniz einst für seine Gemahlin, Königin Santa Isabel, errichten ließ. Von hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Städtchen Estremoz und die weiten Ebenen des Alentejo. Das prächtige Mobiliar macht sie zu einer der beeindruckendsten Pousadas des Landes.
- Kapelle Santa Isabel: Das Sterbezimmer der als Heilige verehrten, friedenstiftenden Königin Isabella wurde im 17. Jahrhundert zu einer Kapelle, der Capela da Rainha Isabel umgebaut, auf deren Azulejos Szenen aus dem Leben der Königin dargestellt sind. Vor dem Königspalast erinnert ein modernes Marmordenkmal an sie.
- Ingreja de Santa Maria do Castelo: Im Schloss befindet sich eine Kirche im quadratischen Grundriß, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Neben einigen Bilder portugiesischer Meister des späten Mittelalters ist auch ein Marmorbecken in der Sakristei sehenswert.
- Paço da Audiência: Der Paço da Audiência von Dom Dinis geht aus einer im 16. Jahrhundert manuelinisch umgestalteten mittelalterliche Getriedebörse hervor. Heute befindet sich ein Museum für modernes Design in diesem Gebäude.
- S. Francisco-Kirche: im romanisch-gotischen Stil.
- Rathaus: aus dem 14. Jahrhundert; im früheren Palast des Vizekönigs von Indien, der 1698 zum Convento de Congregados umgebaut wurde.
- Malteserinnenkloster:aus dem 16. Jahrhundert; im ehemaligen Kloster und späteren Krankenhaus mit zweigeschossigen Renaissance-Kreuzgang ist auch die harmonisch gestaltete Ingreja de Misericórdia wegen einer Krippe von Machado de Castro beachtenswert.
- Stadtmuseum: Im Museu Municipal de Estremoz kann man neben einer Krippe aus dem 19. Jahrhundert und Sakralkunst auch die für Estremoz typischen Tonfiguren, die bonecos, bewundern.
- Café-Restaurant Águias d'Ouro: Treffpunkt am Platze ist das gut hundert Jahre alte Café, das nicht nur wegen seiner originellen Kitsch-Fassade, sondern auch wegen seiner Hammelspezialitäten bekannt.
- Schandpfahl: Mittelalter; auf dem Pelourinho ruht eine Armillarsphäre, ein mittelalterliches astronomisches Instrument.
- Tor Arco da Frandina:aus dem 14. Jahrhundert
- Tocha-Palast: aus dem 17. Jahrhundert, erwähnenswert sind die azulejos.
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Convento São Francisco: aus der Zeit König Afonso III. aus dem 13. Jahrhundert, der nach der Säkularisation als Kaserne diente, in der neben Sarkophagen und einem Wurzel-Jesse-Altar auch das prächtige Grabmal Vasco Esteves Gato, Stifter einer Kapelle im 15. Jahrhundert alle Aufmerksamkeit beansprucht. Der Hochaltar von 1623 ist mit kostbaren Azulejos geschmückt.
- Fonte da Gadanha-Platz: Brunnen mit Saturnstatue
- Museu da Alfaia Agricola: das Museum für landwirtschaftliche Gerätschaften, eine ehemalige Getreidemühle, in der alte Werkzeuge und Zubehör aus der ländlichen Umgebung gezeigt werden.
Die Altstadt wird beherrscht vom Schloss auf dem Berg, dessen Bergfried, Torre de Menagem und der Königspalast, in dem die Reinha Santa Isabel am 4. Juli 1336 starb, wurde unter König Afonso III. 1258 begonnen. Da der Bau des Turms die Regierungszeit dreier Könige in Anspruch nahm, wird er auch der Turm der drei Kronen genannt. Eine Explosion im Pulverarsenal 1698 zerstörte die Burg. Nur der Paço da Audiência, ein sternförmig gewölbter Raum, der als König Dinis Audienzzimmer bekannt wurde und die gotischen Kolonnaden blieben erhalten. Estremoz bekam das Stadtrecht im Jahre 1926.
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