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Der Alentejo - Reiseführer

 

Borba

Die Burg und die Stadtmauern wurden von König Afonso II errichtet.

Um Borba herum beherrscht der Marmor den Boden. Einst war die Stadt fast gänzlich aus dem Marmor von den nahegelegenen Steinbrüchen erbaut worden, und manche Straßen sind heute noch mit Marmorsteinen gepflastert. Sehenswert ist die Kirche Sao Bartolomeu aus dem 16. Jahrhundert, die vor Marmorschätzen strotzt; sogar die Balustraden sind aus Marmor. In der Stadtmitte steht ein riesiger Brunnen aus weißem Marmor, den Königin Maria I im Jahr 1781 errichten ließ.

Das angenehme Klima, die fruchtbaren Böden, die traditionellen Rebsorten und das Können der Winzer lassen in Portugal einige der besten Weine der Welt heranreifen. Borba gehört neben Reguengos de Monsaraz, Vidigueira, Cuba und Alvito zu den Weinanbaugebieten des Alentejos.

Basisdaten - Sehenswert - Geschichte - Karte - Wetter - Fotos

Basisdaten:

Region: Alentejo
Unterregion: Alentejo Central
Distrikt: Évora
Einwohner (2001): 4.600 (Stadt); 7 782 (Kreis)
Gemeinden (4): Matriz (Borba), Orada, Rio de Moinhos, São Bartolomeu (Borba)
Fläche des Kreises: 145,12 km²
Koordinaten: 38º48'N 7º27'W
Schutzpatron: Senhor Jesus dos Aflitos
Adresse der Stadtverwaltung: Câmara Municipal de Borba, Praça da República, 7150-999 Borba

Sehenswert:

  • Castelo de Borba: Die Burg von Borba wurde 1217 auf Geheiss des Königs Dom Afonos II. errichtet. (mehr Info)
  • Chafariz de Borba ou Fonte das Bicas: Der Brunnen Fonte das Bicas gilt als das bemerkenswerteste, zivile Bauwerk Borbas. (mehr Infos)
  • Convento das Servas de Cristo: Der Konvent der Christusdienerinnen, ein Zweig des Ordens der Heiligen Clara, wurde während des 17. Jahrhunderts erbaut. (mehr Info)
  • Igreja de S.Bartolomeu: Die dem Heiligen Bartolomeus geweihte Kirche, die sich in der gleichnamigen Pfarrgemeinde befindet, stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. (mehr Info)
  • Igreja Matriz:Laut Gedenkstein im Inneren der Kirche wurde sie 1420 von Frei Fernandes Rodrigues de Sequeira gegrüdet, einem Meister des Militärordens von Avis. (mehr Info)
  • Tür- und Fenstereinfassungen, Schornsteine und Straßentafeln aus Marmor.

In der Umgebung:

  • Padrão de Montes Claros:In der Nähe von Rio de Moinhos, einer der Gemeinden des Landkreises Borba, befindet sich auf einem zur Herdade Travassos gehörenden Hügel der Gedenkstein von Montes Claros. (mehr Info)

Geschichte

Die Grüdung Borbas geht auf die Zeiten zurück, als gallische und keltische Stämme die Iberische Halbinsel besiedelten. Doch Aufschwung und Bedeutung des Ortes sind unmittelbar verknüpft mit der Rückeroberung des Gebietes durch die Christen und seiner späteren Verteidigung. 1217 befreiten die christlichen Heere, während der Regentschaft Dom Afonsos II. Borba von der Maurenherrschaft. Gleich darauf ließ der König eine Burg errichten und übergab die Region dem Ordem São Bento de Avis. Sein Nachfolger, Dom Dinis, der 1297 im Vertrag von Alcanices die Grenzen Portugals definierte, integrierte Borba aufgrund dessen Nähe zu Spanien in seine Verteidigungslinie. 1302 verlieh er Borba die königlichen Privilegien, verstärkte die Mauern und legte dessen Verwaltungsgrenzen fest. Dabei dienten die Städte Elvas, Estremoz und Vila Viçosa als wichtige Bezugspunkte. Im 16. Jahrhundert wurden die Privilegien von Dom Manuel I. erneuert. Im 17. Jahrhundert wurde Borba während der Restaurationskriege der portugiesischen Unabhängigkeit noch einmal für die Verteidigung des Landes bedeutend. Die letzte große Schlacht ereignete sich 1665 bei Montes Claros, wenige Kilometer von Borba entfernt. Ein Gedenkstein und die Kapelle Nossa Senhora da Vitória [Unserer Frau des Sieges] erinnern noch heute an den portugiesischen Sieg. (Quelle: www.visitportugal.com)

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