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Der Alentejo - Reiseführer

 

Serpa

Auf einer Anhöhe, wenige Kilometer von dem linken Ufer des großen Flusses Guadiana und etwa 30 km westlich von Beja entfernt,  liegt das Städtchen Serpa .Es wurde von den Turdelos, einem alten Ibererstamm, 400 v.Chr. erbaut. Der Ortsname stammt aus der Zeit des Römischen Reiches vor etwa 2000 Jahren. Bei den Römern wurde Serpa 1166 von Geraldo Sempavor erobert, dann von den Arabern eingenommen und letztlich 1232 zurückerobert.

An einem alten Verbindungsweg von Beja nach Spanien gelegen, wuchs die Stadt schon früh über die alte, quadratisch angelegte Stadtmauer hinaus. Die großartige Burgmauer mit den Toren von Moura und Beja, den einzigen, die von den ursprüglich füf Toren übrig geblieben sind, ist beeindruckend. Auf dem höchsten Teil des Hügels liegt der christliche und maurische Stadtkern aus dem Mittelalter.  Hier findet man die Kirche Santa Maria, die Überreste des alten Bergfrieds des Kastells, die Turmuhr und das Museum für Archäologie. Der Ortsname stammt aus der Zeit des Römischen Reiches vor etwa 2000 Jahren. Die Schlangen oder Drachen, nach denen das Landstädtchen benannt ist, tragen als schmiedeeiserne Ausleger die Straßenlaternen.

Bekannt ist das verschlafene Städtchen Serpa für seine Weichkäse. Interessant sind in der Stadt die traditionellen Gesänge, die auf den mittelalterlichen Minnesang zurückgehen.

Basisdaten - Sehenswert - Geschichte - Karte - Fotos - Wetter- Restaurants

Basisdaten:

Region: Alentejo
Unterregion: Baixo Alentejo
Distrikt: Beja
Einwohner (2001): 6 600 (Stadt); 16 723 (Kreis)
Gemeinden (7): Aldeia, Nova de São Bento, Brinches, Pias, Salvador (Serpa), Santa Maria (Serpa), Vale de Vargo Vila, Verde de Ficalho
Fläche des Kreises: 1 103,74 km²
Koordinaten: 37º56'N 7º35'W
Schutzpatron: Nossa Senhora de Guadalupe
Adresse der Stadtverwaltung: Câmara Municipal de Serpa, Praça da República, 7830-389 Serpa

Sehenswert:

  • Ficalho-Palast: Das große Herrenhaus des Grafen von Ficalho beherrscht mit seinem erhabenen Aquädukt die Stadtsilhouette nach Westen und st eingebettet in die Mauer der Ostseite. Der turmförmige Ziehbrunnen (Nora), der mit einem Kettenschöpfmechanismus das Wasser aus dem Brunnen hoch zum Aquädukt pumpte, ist seit über 100 Jahren nicht mehr in Betrieb; er wurde von Ochsen angetrieben. Der eigentliche Palast, für den die Wasserversorgungsanlage erbaut wurde, ist heute praktisch unbewohnt. Im 17. Jh. vom Bischof von Guarda, einem Sohn der Stadt, erbaut, trifft sich hier die Adelsfamilie nur noch zu Familienfeiern.
  • Burg: Die alte Burg steht auf dem kleinen Stadthügel innerhalb der Mauern. Am Eingang klemmt ein riesiges Mauerteil beängstigend verkantet über dem Tor. Seit 1707 schwebt dieser Würfel förmlich in der Luft, als die Spanier die Burg sprengten. Im Inneren ist eine kleine archäologische Sammlung zu besuchen.
  • Uhrmuseum: Es ist das einzige seiner Art auf der Iberischen Halbinsel. Hier gibt es 1400 Uhren zu sehen, aus dem Zeitraum von 1650 bis 1970.
  • Convento do Mosteirinho:neben der Praça República.
  • Aquädukt: Das Aquädukt mit italienischem Säulengang und 19 Bögen erstreckt sich bis zum äußersten Ende der Südmauer. Diese Wasserleitung wurde im 17.Jh. einzig und allein deshalb gebaut, um den Palast des Grafen von Ficalho, der gleich neben der Stadtmauer liegt, mit Wasser aus einem Ziehbrunnen zu versorgen.
  • Kirche Santa Maria
  • Museum für Archäologie
  • Ethnographisches Museum
  • Rua da Figueira, oben neben der Burg, ist eine typischen Altstadtgassen. Die imposanten Stadthäuser aus dem 18. Jh. in dieser Straße mit ihren kunstvoll gefertigten mächtigen Türen und schmiedeeisernen Gittern zeugen vom damaligen Reichtum der Großgrundbesitzer. Blicke in Hauseingänge zeigen Wohnküchen, bei denen die Kochstelle aus einer mit Steinen begrenzten Fußbodenvertiefung besteht, die Töpfe stehen auf einem Eisengestell darüber.
  • Rua da Ladeira: Hier können alte, schachtelartig aneinandergereihte Lehmhäuserkönnen besichtigt werden.
  • Stuhlflechter: Das Handwerk der Stuhlherstellung mit geflochtenen Sitzflächen wurde früher in fast jedem Haushalt in Heimarbeit gemacht. Heute gibt es nur noch einen alten Mann in der Rua dos Quartéis 1.
  • Käsefabrik

Geschichte

Der Ortsname stammt aus der Zeit des Römischen Reiches vor etwa 2000 Jahren. Nach der Ankunft muselmanischer Völker auf der Iberischen Halbinsel im 8. Jahrhundert geriet Serpa mit dem Namen Scheberim unter islamische Herrschaft. Im Jahre 1166 wurde der Ort von den Portugiesen eingenommen; 1191 jedoch eroberte eine große Almohaden-Offensive praktisch das gesamte Territorium südlich des Flusses Tejo einschließlich Serpa zurück. Im Jahre 1232 ging die Region unter dem Zepter des Königs Sancho II. wieder in portugiesischen Besitz über.

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