Da draußen weht der Wind
H.Teggers/A. Lohmann
1. Da draußen weht der Wind so kalt, ein Bettler sitzt am Winterwald mit Lumpen nur bekleidet. Gar frohgemut und sorgenfrei kommt eine Reiterschar vorbei. Der Bettler Kälte leidet. |
2. Sankt Martin führt die Rotte an, ein großer, starker Reitersmann auf einem stolzen Schimmel. Ein Mantel hüllt ihn schützend ein, und Raben krächzend ihn umschrei'n. Es schneit aus hohem Hinmmel. |
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3. Der Bettler streckt die Hand empor und bittet flehend um ein Ohr, erhebt sich von der Erde. Sankt Martin hält die Rosse an, und vor dem armen Bettelmann steh'n Reiter still und Pferde. |
4. Und mittendurch, im Augenblick, teilt er den Mantel in zwei Stück', tat sich nicht lang besinnen, und reicht die eine Hälfte dann dem überraschten Bettelmann und wendet sich von hinnen. |
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5. Die Reitersknechte, rauh und grob, sind still und ganz erstaunt darob und hören auf zu scherzen. Sankt Martin reitet schweigend fort. Der Bettler ruft ein Dankeswort aus überfrohem Herzen.
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6. Sankt Martin, edler Reitersmann, rühr' du auch uns're Herzen an, damit sie froh sich weiten, dass mit dem Nächsten in der Not wir gerne teilen unser Brot, so jetzt und alle Zeiten. |
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Zum nächsten Lied: Das solltet ihr mal seh'n |
1) Quelle: www.martinschlu.de
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